Nextcloud auf einer Synology DS installieren

Anhand von Bildschirmfotos zeige ich, wie man Nextcloud auf einer Synology DS installiert. Ich benutze eine DS118 mit DSM 6.2.1-23824 Update 1 sowie Nextcloud 14.03. Diese Seite wurde verfasst am 17.11.2018.

Da wo es nötig ist, enthalten die Bildschirmfotos kleinere Texte mit Erklärungen. Falls die Beschriftung nicht angezeigt wird: Einfach mal in den unteren Bildbereich klicken.

Diese Seiten im Netz haben mir sehr geholfen:

Danke!


Disclaimer:
Diese Dokumentation dient mir vor allem zur eigenen Erinnerung an die nötigen Schritte. Ich garantiere nicht, dass alles für andere funktioniert. Ich bin in keiner Weise verbunden mit Synology oder Nextcloud und habe kein kommerzielles Interesse an dieser Seite. Ich werde diese Seite vermutlich nicht regelmäßig updaten.


DS aufsetzen

Das Wichtigste beim Aufsetzen war für mich, nicht alle „Empfohlenen Pakete“ zu installieren, da ich ausschließlich Nextcloud-Dienste nutzen will. Synology-Dienste wie „Video-Station“, „Audio-Station“ oder „Drive“ brauchen selbst einiges an RAM, der aber bei einer DS118 mit 1 GB knapp ist.

 


Basis-Konfiguration

Durch das Abwählen der „Empfohlenen Pakete“ lässt der Installer auch die Homeverzeichnisse weg – die brauchen wir denn aber doch. Außerdem: Die DS soll immer die gleiche IP haben. Und halbwegs sicher und verlässlich konfiguriert sein.

 


Netzwerk-Konfiguration

Der Netzwerk-Zugriff muss konfiguriert werden: SSH, Port-Weiterleitungen, DynDNS sowie ein Let’s Encrypt-Zertifikat, damit alle Verbindungen ohne Fehlermeldung verschlüsselt sind.

Ein Wort zu DynDNS: Das kann in der DS einfach eingerichtet werden, da der Hersteller einen eigenen Server betreibt („synology.me“). Alternativ geht das auch im Router. Aber: Bei speziellen Angeboten (manchmal bei Glasfaser oder Kabelanschluss) klappt DynDNS nicht. Dann braucht man Nextcloud gar nicht erst zu installieren. Durch Synology „Quickconnect“ funktionieren immerhin DS-Dienste wie „Drive“ oder „Calendar“.

 


Kurze Atempause

Vor der Installation von Nextcloud: Eine Atempause, die wir zu einem Sicherheits-Check nutzen. Und zur Installation von Tools für’s Terminal, das wir später brauchen werden: Etwa den Norton-Commander-Clone „Midnight Commander“ oder den Editor „Nano“ – beide gibt es von der „synocommunity.“

 


Installations-Vorbereitungen

Ein separater Ordner für die privaten Nextcloud-Daten wird gebraucht. Und eine Datenbank, der Webserver Apache und die Scriptsprache PHP – ohne die drei geht es nicht.

 


Die Installation von Nextcloud

Wir loggen uns per SSH auf unserer Synology DS ein, laden die aktuelle Nextcloud-Version herunter und kopieren sie in das richtige Verzeichnis der DS. Wir korrigieren die Rechte und den Besitzer der Nextcloud-Dateien und tragen alle Angaben ins Nextcloud-Installationsfenster ein.

 


Wichtige Anpassungen

Wäre schön, wenn Nextcloud jetzt korrekt liefe – tut es aber nicht. Es fehlt: Fisselskram. Die Eingabe von Email-Adresse und Mail-Server, spezielle Konfigurationen von Webserver, PHP-Memory-Cache, PHP-OPcache und HTTP-Headern. Zeit für den „Midnight Commander“!

 


Fertig! Nur noch ein Sonderfall…

Herzlichen Glückwunsch! Nextcloud läuft zuverlässig und stabil auf einer Synology DS. Es gibt  auch andere Lösungswege: Zum Beispiel wird ab dem intel-Prozessor in der DS 218+ auch ein Docker-Image mit Nextcloud unterstützt.

Ich selbst habe noch einen Sonderfall: Bei mir im Haus läuft bereits ein Webserver. Die Ports 443 und 80 an meinem Router werden daher an den anderen Server weitergeleitet. Nextcloud auf der DS ist von außen am Router auf Port 63443 erreichbar. Das erfordert kleinere Änderungen…

 

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